Seit die frohe Kunde in das Haus Rilwohr eingezogen ist, daß die Frau des Hauses in freudiger Erwartung ist und bald schon einen stattlichen Ochsenfrosch gebirt, war die Welt um den kleinen Hof wie verändert. Die Milchkühe schienen alle sechs Euter zu haben, aus denen die Milch nur so spritzt. Das Gras war grüner und der Himmel blauer. „Endlich Nachwuchs!“, schrie der Bauer verzückt, als er damals bemerkte, daß seine Bauersfrau recht fett geworden war. Herr Rilwohr war seither selig und träumte schon jetzt sehr von seinem kleinen Ochsenfrosch. Tagträume überfielen ihn, er stellte sich vor, wie es wohl sein möge, endlich einen Stammhalter für den Hof zu haben. Der Fortbestand des Besitzes schien für ihn schon jetzt für immer gesichert. Oft sprang er hüpfend über die Wiese und konnte sich nicht mehr beherrschen. „Ochsenfrosch!, Ochsenfrosch!, Ochsenfrosch!“ dröhnte es aus seiner Kehle, während ihm dabei das Wasser in die Augen schoß und die Bäuerin ihm vergnügt dabei zusah. „Ochsenfrosch!“ tönte es nochmals, als er vor Freude seine beste Milchkuh Elsa am Hals umarmte. Er drückte sie so fest und innig als wolle er ihr die Milch zum Hals herausmelken. Herr Rilwohr war wirklich aus dem Häuschen. Das war die Vorfreude. Das war die Vorfreude auf seinen Nachwuchs! Seinen Ochsenfrosch!
und wenn der Ochsenfrosch nicht gestorben ist, dann lebt er auch noch heute… Ist das eine Fabel?
… dann lebt er auch noch heute …